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Archiv : Stimmwercktage 2014

Heinrich Isaac

Die Musik

Der flämische Komponist Heinrich Isaac (um 1450  –  1517) war eine musikalische Lichtgestalt am Ende des 15. Jahrhunderts.

Höhepunkt seiner Karriere war zweifellos seine Stellung als Hofkomponist von Kaiser Maximilian I. in Wien. Lange Jahre war er auch dem kunstsinnigen Fürstengeschlecht der Medici in Florenz verbunden.

Neben Liedern und Instrumentalwerken hinterlie&szlig der Meister zahlreiche Messen und vielfältige kirchenmusikalische Kompositionen. Isaac zählte zu den vielseitigsten und produktivsten Musikern seiner Zeit. Sein berühmter Satz von „Innsbruck, ich muß dich lassen” ist sogar in das deutsche Volksliedgut eingegangen.

Die drei Konzerte der 10. Stimmwercktage 2014 widmen sich eingehend dem umfassenden Werk des Komponisten. In der „Renaissance-Sitzweil” am Sonntag werden einige weltliche Lieder des Meisters zu hören sein.

 

Unsere Gäste

Terry Wey

Terry Wey (Countertenor)

erhielt seine Gesangsausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben bei Silvija V. Purchar sowie später bei Kurt Equiluz und Christine Schwarz an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Über erste Auftritte mit dem Clemencic Consort unter René Clemencic 2003 fand der junge Preisträger mehrerer Wettbewerbe rasch Anschluss an die internationale Konzert- und Opernszene.

Unter Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski, Konrad Junghänel oder Michael Hofstetter, mit Originalklangorchestern wie dem Balthasar-Neumann-Ensemble, Les Arts Florissants oder Les Musiciens du Louvre Grenoble war er bei bedeutenden Festivals und Konzertsälen zu Gast.

Auf der Bühne interpretierte der Countertenor unterschiedlichste Rollen an Häusern wie dem Teatro Real Madrid, Opernhaus Bonn, Staatsoper Stuttgart oder Théâtre des Champs-Elysées Paris und arbeitete u.a. mit den Regisseuren Nicolas Brieger, Pier Luigi Pizzi und Benjamin Lazar.

Daneben führte seine Liebe zur Renaissancemusik zur Gründung des Vokalensembles Cinquecento sowie zu Auftritten mit führenden Ensembles wie dem Huelgas Ensemble, Gesualdo Consort Amsterdam oder Weser-Renaissance. Seine Diskografie umfasst neben sieben CDs von Cinquecento (hyperion) auch Pergolesis Stabat Mater mit dem Counter-Kollegen Valer Barna-Sabadus (Oehms).

Ulfried Staber

Ulfried Staber (Bass)

wurde in Fohnsdorf in der Steiermark geboren. 1995 begann er auf der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz das Lehramtsstudium für Musik. Während seines Studiums entdeckte er die Liebe zur Chormusik. Er war Mitglied der Domkantorei Graz, cantus, Cappella nova und anderer Chöre und Ensembles, mit denen er in ganz Europa und Asien viele Konzerte bei verschiedensten Festivals bestreiten durfte.

Seine solistische Konzerttätigkeit erstreckt sich auf ganz Österreich, Italien und Deutschland, wo er u.a. die Passionen sowie zahlreiche Kantaten von Bach, die Schöpfung von Haydn oder die Marienvesper von Monteverdi sang.

Neben seiner Mitwirkung bei Cinquecento ist er auch Mitglied des Männerquartetts schnittpunktvokal und arbeitet mit verschiedenen Ensembles wie ars antiqua austria, Nova und Weser-Renaissance zusammen.

Stefan Baier

Stefan Baier (Clavichord und Organetto)

Geboren 1967 in Passau, wurde er als Schüler musikalisch nachhaltig geprägt durch den Orgelunterricht bei Toni Glas und bei Wolfgang Zerer. Er studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Regensburg und Wien bei Karl Friedrich Wagner, Michael Radulescu und Gordon Murray.

Seit 2003 unterrichtet er als ordentlicher Professor für Orgel an der Regensburger Musikhochschule, der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg, die er seit Oktober 2011 auch als Rektor leitet. Er ist als Referent auf Kursen für Orgel und Alte Musik tätig und war Gastdozent an Hochschulen in Schweden, Tschechien, der Slowakei, Portugal und Kuba. Seit 2006 ist er ständiger Gastdozent am Institut für Kirchenmusik der Theologischen Fakultät an der Universität Oppeln (Polen). Sein Engagement um die deutsch-polnischen Beziehungen wurde 2011 mit der Ehrenmedaille der Universität Oppeln gewürdigt.

Aufnahmen als Organist und Ensemblemitglied (Musik der Gesandten, Bavarocco, Der Gesandten Kindlwiegen, Fiat Lux, Musica ex moenibus, Ecce Lignum, Orgelklänge aus dem Schloß Alteglofsheim, Dolci Canti I und II), Herausgebertätigkeit im Rahmen der Editionsreihe Sacri concentus Ratisbonenses, Jurorentätigkeit bei Wettbewerben sowie Konzerte als Organist und Cembalist in vielen Ländern Europas, Nordafrika, Japan und in Kuba ergänzen seine Aktivitäten.

 

Programm

unser Programmheft zum Download als PDF (24 MB)

Freitag, 1. August
18.30 Uhr     Kunstprojekt: Vorstellung der
„Innsbruck-Liedtreppe”
des Holzgestalters Hans Georg Nägelsbach (Brennberg)
Ort: wird noch bekanntgegeben
19.00 Uhr     Vortrag:
Die „Bairische Chronik” (1526  –  1533) des Johannes Aventinus
Prof. Dr. Ludwig Zehetner
20.00 Uhr     Eröffnungskonzert:
„Prophetarium Maxime”
Messsätze
Ensemble Stimmwerck
Franz Vitzthum (Kontratenor)
Klaus Wenk (Tenor)
Gerhard Hölzle (Tenor)
Marcus Schmidl (Bass-Bariton)
mit Stefan Baier (Clavichord, Organetto)
Samstag, 2. August
Stimm-Werckstatt
Tagesakademie im Stadel Adlersberg
10.30  –  16.00 Uhr     Symposium:
Heinrich Isaac nördlich der Alpen
mehr Informationen zur Tagesakademie . . .
17.30 Uhr     Vorabendmesse:
Vokalensemble der Hochschule für kath. Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg
Leitung: Klaus Wenk
19.00 Uhr     Vortrag:
Die Augsburger Kunsthandwerker und die „Türkenverehrung”
in der Zeit der Türkenkriege des 16./17. Jahrhunderts

Dr. Wolfgang Wallenta
20.00 Uhr     Konzert in der Kirche:
„Tota pulchra es”
Marienmotetten
Ensemble Stimmwerck
Franz Vitzthum (Kontratenor)
Klaus Wenk (Tenor)
Gerhard Hölzle (Tenor)
Marcus Schmidl (Bass-Bariton)
mit unseren Gästen
Sonntag, 3. August
16.00 Uhr     Vortrag:
„Innsbruck, ich muss dich lassen”
 –  Klangspur des Abschiednehmens

Dr. Florian Mayr (München)
17.00 Uhr     Konzert in der Kirche:
Nil pro sunt lachrimae
Ensemble Stimmwerck
Franz Vitzthum (Kontratenor)
Klaus Wenk (Tenor)
Gerhard Hölzle (Tenor)
Marcus Schmidl (Bass-Bariton)
mit unseren Gästen
Anschließend Sitzweil im Wirtshaus mit einer kleinen
Auswahl weltlicher Lieder von Heinrich Isaac